Liebe Teroxx Community,

Diese Woche sahen wir einen digital Asset Markt, welcher eine turbulente und volatile Woche in beide Richtungen erlebte.

Wöchentlicher Überblick

Wie üblich stellen wir auch detaillierte Videos für diejenigen zur Verfügung, die tiefer in das Thema einsteigen möchten.


Digital Asset News

Die Korrelation von Bitcoin mit dem US-Aktienmarkt könnte ein Grund für seinen aktuellen Rückgang sein. Aber die finanzielle Destabilisierung von Osteuropa könnte Bitcoin zu einer Krisenabsicherung machen. Bitcoin (BTC) gilt als Inflationsschutz, und viele haben erwartet, dass der Kurs in Krisenzeiten standhält. Sam Bankman-Fried, der CEO der globalen Derivat- und Spot-Kryptobörse FTX, glaubt jedoch, dass der Rückgang von BTC keine Überraschung war.
Auf Twitter sprach er über das Szenario und erklärte, der Krieg habe zu einer Geldknappheit auf dem Markt geführt, was den Ausverkauf auf den traditionellen und auf den Kryptomärkten zur Folge hatte. Der BTC-Kursrückgang wird auch auf die zunehmende Korrelation mit dem Nasdaq und dem S&P 500 zurückgeführt, der kürzlich ein Zweijahreshoch erreicht hat. Bankman-Fried wies auf die Destabilisierung der Währungen in Osteuropa hin und meinte, dass Investoren in Osteuropa aufgrund der Invasion in der Ukraine nach Alternativen suchen könnten. Hier könnte Bitcoin eine naheliegende Wahl werden.
Bankman-Fried unterscheidet hier zwischen zwei Arten von Anlegern: Fundamentale Anleger und algorithmische. Er erläuterte, dass fundamentale Investoren die Marktlage und die Stimmung betrachten, während algorithmische Investoren Daten bevorzugen.
Die Fundamentaldaten des Marktes deuten auf eine Kaufgelegenheit hin, da BTC eine Krisenabsicherung ist. Betrachtet man hingegen die Daten und die Korrelation von BTC mit dem Aktienmarkt, würde man als algorithmischer Investor eher verkaufen.

Obwohl die Stimmung auf dem Kryptomarkt derzeit eher gedämpft ist, hat das Stablecoin-Angebot mit 180 Milliarden US-Dollar einen Meilenstein erreicht. Das Wachstum der Stablecoins übertrifft mit einem Plus von 6 Prozent in den letzten 30 Tagen weiterhin den Rest des Marktes. In volatilen Zeiten auf dem Markt können Stablecoins eine Kursstabilität bieten, die durch bestimmte Vermögenswerte oder Algorithmen möglich ist. Im Februar stiegen drei Stablecoins in die Top 10 der Coins nach Marktkapitalisierung auf. Binance USD (BUSD) hat das dabei nur vorübergehend geschafft. Laut Arcane Research machen die drei größten Stablecoins, Tether (USDT), USD Coin (USDC) und BUSD nun insgesamt “9 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen” aus. Arcane Research stellte fest, dass USDT als größter Stablecoin mit 44 Prozent Marktanteil im letzten Jahr stagnierte und USDC mit “20 Prozent Wachstum im Jahr 2022 einen Gang höher schaltet”.
“Wenn USDC und USDT weiterhin ähnlich wie bisher im Jahr 2022 wachsen, wird USDC Ende Juni der größte Stablecoin nach Marktkapitalisierung sein.”

Die Europäische Kommission hat sich dazu entschieden, mehrere wichtige russische Banken aus dem einflussreichen internationalen Zahlungsinformationssystem SWIFT auszuschließen, um Russlands Außenhandel weitestgehend vom Rest der Welt abzuschneiden.
Die entsprechenden Sanktionen hat die EU-Kommission zusammen mit den Regierungschefs von Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und den USA verhängt, um den von Russland ausgehenden Krieg gegen die Ukraine zu beenden.
Die EU-Kommission verurteilt den Angriffskrieg von Vladimir Putin im Rahmen des Statements aufs Schärfste und ergreift nun eine Reihe von Maßnahmen, die Russland vom internationalen Finanzsystem isolieren sollen.
Besonders der Ausschluss von SWIFT könnte bedingen, dass Russlands Elite unweigerlich auf Kryptowährungen und Krypto-Zahlungsnetzwerke ausweichen muss. Krypto-Experte Mati Greenspan meint:
„Falls eine wohlhabende Person Angst hat, dass ihre Gelder durch die Sanktionen eingefroren werden, dann kann sie einfach ihr Geld in Bitcoin anlegen, um vor solchen Maßnahmen sicher zu sein.“

Die Berliner Smartphone-Bank N26 soll Medienberichten zufolge bei seinem Krypto- und ETF-Trading-Angebot die White-Label-Lösung von der österreichischen Kryptobörse Bitpanda nutzen. Das berichtet unter anderem FinanceFWD unter Berufung auf vertrauliche Quellen.
Bereits 2017 erklärte Valentin Stalf, der Gründer von N26 in einem Interview mit der “Welt”, die Neobank überlege “einen Bitcoin-Wechsel in die App zu integrieren”. Seit Juni 2021 bietet Bitpanda zudem anderen Unternehmen seine technische Infrastruktur als sogenannte White-Label-Lösung an. Das bedeutet, dass traditionelle Finanzunternehmen sowie Neobanken und Banking-Apps künftig die Infrastrukturen des österreichischen Unicorns nutzen können.
Genau diese Dienstleistung dürfte für N26 interessant sein. Das Service könnte per API-Schnittstelle direkt in die Banking-App von N26 integriert werden. Wie lange es dauert, bis diese implementiert wird, ist noch unklar.
Ob beide Unternehmen wirklich an dieses Krypto-Angebot zusammenarbeiten – das haben weder N26 noch Bitpanda bisher bestätigt. Außerdem wartet Bitpanda noch auf die beantragte Lizenz bei der deutschen Finanzaufsicht BaFin und unterliegt derzeit einer besonderen Wachstumsbeschränkung, die dem Unternehmen lediglich 50.000 Neukunden pro Monat erlaubt.

Fachbegriff der Woche

Krisensichere Assets: Beschreibt Assets, welche unabhängig von politischen Entscheidungen und Spannungen performen. Sie verhalten sich “neutral” und dienen als Alternative der Vermögensabsicherung, wenn nationale Währungen oder Aktien, die nicht unabhängig sind stark nachgeben. Hierzu zählen unter anderem Gold und auch Bitcoin, sowie weitere digitale Assets.

Krypto Markt

Letzte Woche sahen wir erneut volatile Marktbewegungen, die den Markt zuerst Support- und folgend Resistenzzonen testen ließ. Der aufkeimende Krieg, die Gewalt und somit auch Unsicherheit weltweit führte in den meisten Assets zu Abverkäufen. Nachdem jedoch ziemlich schnell deutlich wurde, dass dieser “lokale” Krieg auf kurzfristiger Sicht keine weltweiten Einschränkungen / Auswirkungen haben wird, erholten sich die Märkte rasch und vor allem digitale Assets verzeichneten einen hoch volatilen positiven “Sprung”.  Durch das bekanntwerden der “harten” Sanktionen gegen die russische Regierung am Wochenende und damit auch einhergehend wirtschaftliche Einbußen in vielen Ländern korrigierten die Märkte zum Wochenbeginn, da deutlich wurde, dass eine schnelle Lösung in diesem geopolitischen Konflikt nicht greifbar scheint.

Bullischer Ausblick: $40.000 als Support etablieren wäre für den Markt in diesen besonderen Zeiten ein bullishen Zeichen und würde für positive Grundstimmung sorgen.

Bearischer Ausblick: Rücksetzer werden in Korrelation zu den weltweiten Indizes und Aktienmärkten ablaufen, falls diese eintreten werden. Supportzonen der letzten Wochen sollten den Markt auffangen, um nicht tiefere Level zu erreichen.